Ein Sklavenball

Liebesgeschichte, Komödie, Tragödie, Satire, Maskenspiel – das alles ist Ödön von Horváths letztes und eher unbekanntes Bühnenstück EIN SKLAVENBALL. Die Handlung spielt innerhalb von 24 Stunden. Der punische Bankier, K.R. Thago, reist mit seiner Tochter, Idiotima, und deren Gatten, Gloriosus, nach Kreta, um dort den Urlaub zu verbringen. Toxilus, der Oberkammersklave, verfügt über die Aufsicht der Sklaven und die Villa. Er möchte die Hetäre, Lemniselenis, freikaufen, weil er sie liebt. Doch dies bleibt ihm erspart, weil am nächsten Tag die Nachricht überbracht wird, dass das Schiff der Herrschaft versunken ist. Von diesem Zeitpunkt an sind alle Sklaven der Villa frei und dies wird in Form einer Ballveranstaltung gefeiert. Und spielt die Geschichte auch in der griechischen Antike, so verbirgt sich doch hinter den Sklaven-, und Herrschermasken niemand anderes als der heutige Mensch. Horváth lässt die Dinge nirgends ruhen, er hält sie in steter Bewegung. Ein Sklavenball an dessen Ende die Frage steht: »Sagt, Götter, was habt Ihr vor mit meiner Welt?!«
Inszenierung: Brigitte Döring

Am 11.3. um 12.3. um 20:00 Uhr in der Kofferfabrik.